Einem Freundeskreis junger, fußballbegeisterter Burschen ist es zu
verdanken, dass am 21.04.1923 der Fußballclub Türkenfeld
gegründet wurde. Die Gründungsversammlung fand im Gasthaus
Drexl statt. Folgende 23 Sportkameraden zeichneten sich als
Gründungsmitglieder:
Xaver Bichler - Anton Binner – Andreas Dietrich – Andreas Drexl –
Josef Drexl – Konrad Huß – Otto Huttner – Konrad Kees – Martin
Kees – Johann Klass – Josef Klotz – Xaver Karl – Bernhard
Linsenmann – Andreas Nadler – Georg Resch – Simon Rehm –
Ulrich Schneller – Paul Schwanghard – Peter Schwanghard –
Andreas Trautner – Josef Trinkl – Johann Wiedmann – Thomas
Wiedmann.
Bei der 1. Hauptversammlung wurde Andreas Dietrich zum 1.
Vorsitzenden, Karl Kees zum Schriftführer und Peter Schwanghard als Kassier gewählt. Der damalige
Darlehenskassenverein Türkenfeld stellte einen, neben dem Lagerhaus liegenden, Platz mit einem Ausmaß von 40*40
m als Trainingsplatz zur Verfügung. Als Trainingstor wurde ein aus Stangen zusammengezimmertes Gebälk benutzt.
Das 1. Fußballspiel wurde Anfang Juli 1923 gegen den ebenfalls neu gegründeten FC Grafrath ausgetragen und mit
3:2 für sich entschieden. Der 1. Lederfußball wurde in der Lederhandlung Salcher in Landsberg gekauft und kostete,
wegen der herrschenden Inflation, mehrere Millionen Mark. Die Kosten für die Sportkleidung dagegen konnten nicht
aufgebracht werden. Sie betrugen mehrere Milliarden Mark. Deshalb ließ man aus blauem Schurztuch Sporthosen
anfertigen und das weiße Sonntagshemd wurde als Trikot benutzt. Nur auf dem Tauschweg war es möglich Trikots zu
besorgen. Mit dem Sporthaus Münzinger in München wurde ausgehandelt, dass für jedes Trikot 20 Pfund Weizenmehl
geliefert werden müssen. Mit zwei Zentnern Weizenmehl beladen machte man sich mit dem Zug und zu Fuß auf die
Reise um das Tauschgeschäft zu vollziehen.
Fußballschuhe waren ebenfalls nicht zu bezahlen und wurden gegen 1 Zentner Weizen eingetauscht. Bereits im Jahre
1924 konnte der Verein von Andreas Drexl sen. die Bachwiese als Sportplatz in Pacht nehmen. Zuvor musste immer
mit tragbaren Gittertoren von Wiese zu Wiese umgezogen werden.
Dem Bay. Fußballverband trat man im selben Jahr bei und im Herbst fand auch schon das erste Verbandsspiel gegen
den FC Argelsried statt. Die Fahrt dorthin musste mit dem Fahrrad angetreten werden, was aber kein Nachteil war.
Das Spiel wurde deutlich mit 8:2 gewonnen. Die Punkte wurden allerdings vom Verband wieder aberkannt, da einige
Fürstenfeldbrucker Spieler eingesetzt wurden, die keine Spielerlaubnis besaßen. Bereits 1926 konnte erstmals eine
Meisterschaft gefeiert werden. Der 1. Mannschaft gelang als Meister der C-Klasse München der Aufstieg in die B-
Klasse. Im Spieljahr 1929 berechtigte der 2. Tabellenplatz zur Teilnahme an einem Aufstiegsspiel. Gegen den SC
Olching gelang ein 4:3 Sieg, der den Aufstieg in die oberbayerische A-Klasse bedeutete. Damit verbunden waren
allerdings weite Anfahrtswege zu den Spielen nach München, Schleißheim, Freising oder Moosburg, um nur einige zu
nennen. Schon 1930 der nächste Paukenschlag. Als Vizemeister der A-Klasse wurde der Aufstieg in die Kreisliga nur
knapp verfehlt. Für den noch jungen Verein eher ein Glücksfall, denn die weiten Anfahrtswege nach Regensburg,
Ingolstadt, Landshut oder Ulm hätten ohnehin einen Verzicht mit sich gebracht. Ab 1935 musste der Spielbetrieb
leider für ein Jahr eingestellt werden, da viele aktive Spieler zum Arbeitsdienst oder zur Wehrmacht eingezogen
wurden und sich der Verein in einer finanziellen Notlage befand. Nach der Beschaffung von Geldmitteln und
Bezahlung der Verbandsabgaben konnte 1936 wieder ein geregelter Spielbetrieb aufgenommen werden. Im selben
Jahr musste auf Anordnung der obersten Sportbehörde der Fußballclub und der Turnverein Türkenfeld zu einem
Verein zusammengeschlossen werden, der TSV Türkenfeld war geboren
 
Im Jahr 1926 wurde der Turnverein Türkenfeld von folgenden
Sportkameraden ins Leben gerufen:
Georg Blab – Vinzenz Fottner – Josef Hartl – Albert Karl –
Johann Knoller – Karl Minemeyer – Thomas Silbernagel –
Anton Steinbeisser
Als 1. Vorsitzender wurde Georg Blab gewählt. Dank der
Familien Drexl und Hartl, die ihre Säle zur Verfügung stellten,
konnte im gleichen Jahr der
Sportbetrieb aufgenommen
werden. Als weitere
Übungsstätte diente auch der
Saal im Schlossgebäude. Auf
dem Gelände des damaligen
Darlehenskassenvereins an der Zankenhausener Brücke wurde bereits im
Gründungsjahr in Eigenleistung eine Turnhalle errichtet. 
Die Turnriege konnte sich durch Ehrgeiz und Trainingsfleiß ein beachtliches
Können aneignen. Beim Bezirks-Jugendturnfest am 15.07.1928 in Türkenfeld
errang die Türkenfelder Jugendriege den 1. Preis. Auch beim Gauturnfest
1938 in unserem Ort gewannen unsere Turner viele 1. Plätze und schöne Preise. Bereits im Jahr 1936 musste auf
Anordnung der obersten Sportbehörde der Turnverein und der Fußballclub Türkenfeld zu einem Verein
zusammengeschlossen werden. Nachdem die aktiven Turner zum Arbeitsdienst oder zur Wehrmacht einrücken
mussten kam der Turnsport im Ort im Jahr 1936 leider zum erliegen. Die Turnhalle wurde während des Krieges
als Druckerei zweckentfremdet.
Nach Kriegsende waren viele Turngeräte zerstört oder abhanden gekommen. Viele der ehemaligen Turner kamen
vom Krieg nicht mehr zurück, so dass die Turnhalle vorübergehend zu Boxkämpfen, Tischtennisspielen oder
anderen Übungen genutzt wurde. Mit Vertrag vom 20.03.1964 ging das letzte Relikt des Turnvereins für einen
Betrag von 1.000,00 DM in das Eigentum der Raiffeisenkasse Türkenfeld über.
 
Durch die zwangsweise Fusion zwischen dem FC und dem TV
Türkenfeld im Jahr 1936 war der TSV Türkenfeld geboren. Nach
der Beschaffung von Geldmitteln und Bezahlung der
Verbandsabgaben konnte 1936 wieder ein geordneter Spielbetrieb
aufgenommen werden. Doch schon 1939, nach Beginn des
zweiten Weltkrieges, ruhte der Spielbetrieb wiederum für 6 lange
Jahre. Lediglich vereinzelt trug eine Hitlerjugendauswahl von
Türkenfeld und Geltendorf Vergleichskämpfe aus. Nach
Kriegsende im Sommer 1945
konnte nach Genehmigung durch
die amerikanische
Besatzungsarmee der
Spielbetrieb wieder
aufgenommen werden. Als
Sportplatz diente wiederhol die
Bachwiese von Josef Drexl sen.. In den folgenden Jahren beschränkten sich die
sportlichen Aktivitäten auf den Fußballsport. Neben der vorgenannten Bachwiese
diente eine Wiese von Anton Klass in der Geltendorfer Straße als weiteres
Spielfeld.
Die erste Umkleidehütte aus Holz wurde auf einer Wiese von Lorenz Dietrich an der Bahnhofstraße erbaut.  Auch
eine Lichtanlage zum Abendtraining wurde dort erstellt. Diese wurden im Jahre 1959  abmontiert und am neu
errichteten Sportplatz – im Volksmund
"Laicherstadion" genannt an der
Fuggerstraße wieder errichtet. Diese Wiese
wurde von der Fam. Hartl angepachtet.
Bereits im Jahr 1962 fanden die ersten
Bemühungen zur Schaffung einer
vereinseigenen Sportstätte statt. Die an der
jetzigen Wirkungsstätte gelegenen
Grundstücke wurden zwischen 1964 und
1970 von der Gemeinde aufgekauft und dem
Sportverein für 99 Jahre als
Pachtgrundstück überlassen. Durch die Schenkung der ausgebeuteten, ehemaligen
Kiesgrube durch den Landkreis Fürstenfeldbruck und des Erwerbs einer weiteren
Fläche von der Flurbereinigungsgenossenschaft
Zankenhausen ist der TSV Türkenfeld bis zum
heutigen Tag stolzer Besitzer eines eigenen
Grundstücks von ca. 7.400 qm.
Anfang 1964 wurde mit den Arbeiten für das
erste Spielfeld begonnen. Es waren zahlreiche
Erdbewegungen und Trockenlegungsarbeiten
notwendig.
Mit den Installationsarbeiten
der Flutlichtanlage und dem Aufstellen der Fußballtore
wurden die Arbeiten 1974 abgeschlossen. Das erste
Punktspiel auf dem neuen Sportplatz wurde im
September 1970 gegen den TSV Geltendorf
ausgetragen.
Im Frühjahr 1969 wurde mit den Erdarbeiten für das
Sportheim begonnen. Das Richtfest konnte am
02.08.1969 gefeiert werden. Sämtliche anfallenden
Arbeiten wurden durch Eigenleistungen durchgeführt.
Die notwendigen Baumaterialien, wie auch die
Verpflegung der Arbeiter stellten die Betriebe und
Geschäfte unserer Gemeinde zur Verfügung. Nach
zweijähriger Bauzeit wurde das Vereinsheim im Juni
1971 fertiggestellt.
Schon im Frühjahr 1970 nahm die Vorstandschaft
die Schaffung eines zweiten Spielfeldes in Angriff.
Es wurde im Jahre 1972 eingesät und seiner
Bestimmung übergeben.
Die Vielzahl der im Training und Spielbetrieb
stehenden Mannschaften machten es notwendig,
einen dritten Platz als Trainingsplatz anzulegen.
1974 wurde dieser fertiggestellt und 1975 mit einer Flutlichtanlage ergänzt. Als letztes Spielfeld komplettiert der
Kleinfeldplatz für unsere Jüngsten seit 2003 unser Sportgelände.
Nicht nur im Bereich der Sportplätze veränderte unser Verein sein Gesicht. Auch das sportliche Angebot unterzog
sich einem Wandel. So gesellte sich zur Fußballabteilung im Oktober 1969 eine Gymnastikabteilung, deren
anfängliche Übungsabende im Drexlsaal stattfanden, ehe sie 1970 in die Schulturnhalle umziehen konnten.
Neben Damen- und Herrengymnastik wurde und wird Kinderturnen, Mutter-Kind-Turnen, Thai Bo angeboten und
eine Cheerleader-Gruppe trainiert.
1974 fanden sich 14 Sportkameraden zusammen um die
Stockschützenabteilung ins Leben zu rufen. In den vergangenen
30 Jahren wurde neben dem Ausbau der Stockbahnen auf 3
Bahnen auch ein allen Ansprüchen
genügendes Klubheim geschaffen.
Ende der 70er Jahre hat sich aus einstigen Freizeitvolleyballerinnen eine eigenständige Volleyballabteilung
etabliert. Seit 1981 beteiligen sich Damen- und Mädchenmannschaften am Punktspielbetrieb, der in der
gemeindeeigenen Schulturnhalle ausgetragen wird.
Mit einem Vorstandsbeschluss im Jahre 1986 wurde ein weiteres ehrgeiziges Projekt in die Wege geleitet. Die
Schaffung einer Tennisanlage mit der Gründung einer Tennisabteilung. Im Herbst 1988 konnten 4 Spielfelder, die
dem offiziellen Standard entsprechen, in Betrieb genommen werden. Mit dem Bau eines Vereinsheimes wurde die
Anlage optimal ergänzt und stellt nun für über 200 Tennisbegeisterte die sportliche Heimat dar.
Im vergangenen Jahr nun ergriffen einige Jugendliche, nach einem gescheiterten Versuch in den Jahren 2001-
2002, die Initiative um dem Basketballsport in Türkenfeld eine neue Chance zu eröffnen. Vorerst begnügen sich
bis zu 20 interessierte Jugendliche mit den Trainingsabenden jeden Dienstag in der Türkenfelder Schulturnhalle.
Wir hoffen nun natürlich, dass sich aus diesen Anfängen eine stabile Gruppe entwickelt, die diese bei
Heranwachsenden äußerst beliebte Sportart als Erweiterung und Bereicherung unseres sportlichen Angebots
etabliert.
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www.TSV-Tuerkenfeld.de  (c) Peter Altmann
TSV Türkenfeld